[Hottentottenham - London brennt]

Montag, 8. August 2011

Ja, also...wie sich später herausstellen sollte, bin ich heute morgen gegen 4 nicht mehr ganz nüchtern durch die Randbezirke eines Kriegsgebiets geschlendert...

Es begann mit einer großen zerdepperten Schaufensterscheibe. Standard, dachte ich fast. Etwas irritierend war nur, dass die Scheibe herausgerissen auf dem Gehweg lag. Ich überlegte, die Polizei zu rufen, aber es liefen mehrere Menschen daran vorbei, ohne auch nur den Blick zu heben, also entschloss ich mich "to do as the locals do". Plötzlich kamen mir zwei schwarz maskierte Jungs entgegen und gingen an mir vorbei, völlig entspannt und ohne eile oder Notiz von mir zu nehmen. Ob die wohl was mit der Schaufensterscheibe zu tun...Womöglich bin ich jetzt wichtiger Zeuge....Aber, warum merkt von den anderen Leuten hier niemand was...?!?

Ich ging ein paar Schritte weiter, und langsam bahnte sich ein Mix verschiedener Alarmanlagen den Weg in mein Ohr. Die erste Quelle des Lärms war auch schnell erreicht. Da schlenderten ein paar Leute aus dem William Hill Casino. Um 4 Uhr morgens? Ach so, sie sind maskiert. Und achso,...sie spazieren durch das eingeschlagenen Fenster. Und da hinten rennt eine Gruppe aus einem Klamottenladen. So ging das beinahe eine gute halbe Stunde meines Weges. Immer mal wieder kamen mir Grüppchen maskierter Jugendlicher entgegen oder liefen neben mir her. Manche winkten sich aus eingeschlagenen Scheiben zu und gaben sich gegenseitig Tipps, wo man unbedingt noch rein muss, sie trugen Schukartons, Klamotten, einige waren "clever" und klauten als allererstes einen großen Koffer...

Ich sah Leute die Beute auf der Straße aufteilen. Ich sah Mädchen, die ihre Schätze auf der Straße kniend hektisch einpackten, sie waren sogar dekandent genug, bei H&M die Tüten zu klauen...Ich sah Leute die Fernseher oder Desktops unterm Arm trugen. Das einzige was ich nicht sah, und was irgendwie in der Szenerie gefehlt hat, war die Polizei. Kein Vorwurf, soweit man hört, war sie ja recht busy heute Nacht. Aber es ist schon relativ beeindruckend und besorgniserregend, zu sehen, wie machtlos die Staatsgewalt schon bei solch verhältnismäßig kleinen" Aufständen ist.

[Wer das liest ist...treu]

Dienstag, 28. September 2010

Ich will ja, ich will ja. Aber wo soll ich bitte anfangen? Und liest das dann auch jemand?

Vor 3 Wochen hatte ich bereits einen Artikel fast fertig. Und dann zieht der Kollege von gegenüber aus versehen den Stecker von meinem Rechner. Zufälle gibts...

[bewerberDC III]

Sonntag, 18. April 2010

Die Probeübersetzung und Pressemitteilung für die Briten hatte ich meiner Meinung nach recht überzeugend geschafft und zurück geschickt. Über das Wochenende wurde mein Gesundheitszustand aufgrund fast vollständiger körperlicher Nahrungsverweigerung allerdings langsam bedenklich. Ab Dienstag ließ ich mir daher täglich beim Arzt Glucose-Infusionen mit Vitaminen und Mineralstoffen drücken.

Mittwochs kam die heiß ersehnte Antwort aus England: Die Texte waren überzeugend und man würde mich gerne in eineinhalb Wochen Montags zum persönlichen Gespräch einladen, auf ihre Kosten. Sofort Flüge rausgesucht, Rücksprache mit England gehalten und gebucht. Samstag hin, Dienstag rück. Keine Stunde später meldete sich das Kino telefonisch: Ob ich in eineinhalb Wochen zum Probearbeiten kommen wolle. "Joaaaa...wäre ab Mittwoch auch ok?" Es war :-)

Hinweis: Im nächsten Eintrag gibts endlich wieder Bilder! Juhuu!

[bewerberDC I]
[bewerberDC II]

[bewerberDC II]

Samstag, 17. April 2010

Es hat sich ja einiges getan seit [bewerberDC I], EINIGES! Also wirds wohl mal Zeit für ein Update. Ich versuche es kurz und spannend zu halten ;-)

Am Wochenende vor dem Probearbeiten in der Kinoverwaltung fing ich mir ein zunächst kleines Magen-Darm-Problem ein und ich quälte mich einigermaßen geschwächt und mit Kopfschmerzen durch den ersten von vier vereinbarten Arbeitstagen und eine schreckliche Nacht im Hotel. Am nächsten Morgen machte ich aufgrund anhaltenden Unwohlseins am S-Bahnhof wieder kehrt und meldete mich telefonisch krank. Wer mich kennt weiß, dass das meiner Arbeitsmoral extremst zuwieder ist, zumal in einer akuten Bewerbungsphase. Dass ich dann auch noch das Kotzen anfing, erleichterte mich allerdings nicht nur körperlich, sondern auch gewissenstechnisch etwas.

Aber mein Zustand wurde den ganzen Tag über nicht besser und mir war irgendwann klar, dass ich heim musste solange ich noch fahren konnte. Also ließ ich noch am Abend das Zimmer für die dritte Nacht stornieren, hielt bis zum Morgen durch, rief im Büro an um mich zu entschuldigen, ließ somit auch den dritten und vierten Tag saußen und machte mich auf den Heimweg. Später meldete ich mich von Zuhause nochmal beim Chef, und was soll ich sagen...er hatte vollstes Verständnis für meine Abreise und seine größte Sorge war, ob mir denn der eine Tag im Büro zumindest gefallen hätte. Denn für sie sei ich "nach wie vor der Wunschkandidat" und "ich müsste nur Zusagen" :-)

In der selben Woche hatte ich allerdings auch von den Briten bescheid bekommen, dass sie nach dem Telefoninterview Interesse an mir hätten. Sie hatten mir einige Texte zum Probeübersetzen geschickt sowie die Aufgabe eine fiktive Pressemitteilung zu schreiben. Das Jobangebot der Briten war ungleich attraktiver. Eine Zusage von Ihnen würde aber mit Prüfen der Texte und einer Einladung zum abschließenden Interview vor Ort, so schätzte ich, noch mindestens 2 Wochen dauern. Und ohne andere Zusage wollte ich auch kein Jobangebot ausschlagen...

Also bot ich dem Kino an, doch nochmal zu kommen um zumindest 2 Tage Probearbeiten nachzuholen. Ein Termin dafür sollte vereinbart werden, sobald es mir wieder besser ging...

[das Leben ist irre manchmal...]

Mittwoch, 14. April 2010

Es gibt tatsächlich mal einen guten Grund dafür, warum ich zur Zeit wenig blogge. Und es gibt Grund zu der Annahme, dass es bald sehr viel zu bloggen gibt...



:-)

[privatsphäreDC]

Montag, 8. März 2010

Einer meiner Lieblingsdiskussionspartner, elzoido, seines Zeichens Pirat, bloggt über unbegründete Vorbehalte gegen Google Street View. Ich widerspreche. Mehr oder weniger traditionsgemäß.

Elzoidos Argumente sind ja eigentlich alle irgendwie richtig. Im Kern sagt er "Solange wir alles von allen veröffentlichen und für die Ewigkeit festhalten was irgendwann irgendwo sowieso im öffentlichen Raum passiert, kann sich niemand beschweren. Außerdem hat es einen Nutzen, und ich zum Beispiel will es!"

Andererseits hat zuletzt das Phänomen Epic Beard Man gezeigt, wie schnell sich unerwünschte Inhalte im Netz tsunamiartig verbreiten können. Elzoido selbst sagte letztens noch zu mir "Hoffentlich wird [das Internet] nie auf mich aufmerksam!!" Und das ist eben die Krux des Ganzen. Zufällig mit offenem Hosenladen an einer Prostituierten vorbeispaziert, fotografiert und BÄM, schon bist du über Nacht Internetstar mit eigener Subkultur und die Lachnummer der ganzen Welt. Dank Bauch, T-Shirt und Bart können dich schnell auch die ersten Freunde und Bekannten identifizieren und dann wird das ganze in failbook und studiKZ weiterverbreitet. "Aber es gibt direkt eine Möglichkeit, das entsprechende Bild Google zu melden, um es manuell nachbearbeiten oder gar entfernen zu lassen"?!? Aäääähm, never gonna happen. Mag ja sein, aber der Zug ist üblicherweise abgefahren. Und da ich nicht weiß, ob wann und wo ich fotografiert wurde, ist eine präventive Eigenrecherche quasi unmöglich.

Klar, das kann dir auch ohne Street View passieren. Locker. Viel zu leicht sogar. Aber so systematisch und in solchen Massen erhobene Daten fördern eben zwangsweise einige "Treffer" zutage. Ich weiß nicht ob ich mich dann wirklich auf die Hoffnung verlassen will, vielleicht ja nicht aufzufallen. Das erinnert mich an das üble Gefühl, ohne gemachte Hausaufgaben zwischen 25 Mitschülern zu sitzen und ja nicht den Lehrer anzuschauen.

Wir geben nunmal immer mehr unserer Privatsphäre auf, und das gefährliche ist, wir tun es freiwillig, für alle, und wir wollen es sogar. Der Staat? Nein, der Staat darf keine Kameras auf öffentlichen Plätzen aufstellen und beobachten was passiert. Wenn mich jemand kontrollieren darf, dann maximal mein Nachbar, oder dessen Frisör, oder dessen Bekannter, oder irgend ein Fremder irgendwo auf der Welt. Aber um Gottes Willen, nicht der Staat. Denn wer weiß schon, was der damit vor hat!?

Ich bin ja noch nichteinmal gegen Street View, im Gegenteil, ich werde es vermutlich begeistert nutzen. Aber ganz vorbehaltlos betrachte ich diese Entwicklung nicht, und ich kann jeden verstehen, der sich lieber ein kleines bisschen zu viel Privatsphäre sichern möchte, als alles zu verlieren.

[winterkinder]

Samstag, 6. März 2010

Angesichts zweier Erzählungen von Kinderunfällen, die es hier und hier in den netdigest geschafft haben, möchte ich für die Blogleser auch mal einen Schwank aus meiner "Jugend" zum Besten geben. Zumal es ja auch wettertechnisch heute nochmal richtig gut passt :-)

Ich nahm den 6jährigen Sohnemann meiner damaligen Freundin mit zum Schlittenfahren und ließ ihn nach ein paar gemeinsamen Abfahrten und ausuferndem Betteln schließlich auch alleine den Abgrund runter schießen. Bei der dritten oder vierten Fahrt kam es dann zum wohl unvermeidlichen, spektakulären Überschlag mit sofort einsetzendem markdurchdringendem Schreien.

Unter den vorwurfsvollen Blicken der umstehenden mittdreißiger Mustermütter (ich war damals 25) rannte ich zum Unfallort. Ein Grüppchen schaulustiger Damen hinter mir her. Der erste Eindruck ließ keine Verletzungen erkennen. Kein Blut, alle Extremitäten vollzählig vorhanden, in Ursprungsform und beweglich. Der Kleine schrie einfach nur ununterbrochen. Wie Kinder das eben zu tun pflegen, wenn sie glauben es gehöre sich in einer Situation. Diverse mögliche Katastrophendiagnosen der Übermütter ließ ich unkommentiert.

Stattdessen wechselte ich Gesichtsausdruck und Stimmlage von erschreckt zu begeistert und sagte: "Junge!! Ein DREIFACHER ÜBERSCHLAG!! Wie cool war DAS denn bitte!?" Totenstille bei den Damen, die vermutlich glaubten, ich hätte jetzt vollkommen den Verstand verloren. Aber auch der Kleine hörte sofort auf zu schreien, kuckte mich irritiert mit seinen verheulten Augen an und fragte "Eeeecht?" wischte sich den Rotz von der Nase "Hast du es gesehen?!"

Entsprechend erzählte er beim Heimkommen seiner Mutter dann auch nicht die Geschichte des schrecklichen Unfalls unter erneuten Tränen, sondern beifallheischend den Ablauf seines allerersten Stunts. Kinder eben :-)

[bewerberDC I]

Freitag, 5. März 2010

Mal ein update zum Bewerbungsstand für alle, die mich (noch) nicht auf Facebook, Studi oder Twitter stalken. Die Chancen stehen gut, dass ich bald wieder in Lohn und Brot stehe. Ein Kinobetreiber hätte mich gerne für Marketing und Filmdisposition, ein britischer Onlinepoker-Anbieter könnte mich als Marketing & PR Executive Germany gebrauchen und ein Radiosender sucht einen Marketingassistenten.

Im Kino habe ich mich beim ersten Bewerbungsgespräch mit dem Personaler eineinhalb Stunden lang hervorragend verkauft. Es machte Spaß, der Job scheint extrem vielseitig und die Chemie stimmte einfach. Wenig überraschend kam dann die Einladung zu einem zweiten Gespräch bei dem Chef und Kollege in Spe mit anwesend sein würden. Wobei ein Anruf Freitag Abends um halb Acht nicht unbedingt Gutes verheißt, also selbst die Personalabteilung es nicht schafft einigermaßen sozialverträglich Feierabend zu machen. Das zweite Gespräch war anstrengender und kürzer. Kreuzverhör inklusive einiger theoretischer Fragen zu meinen Studiumsinhalten, und ich bin ja doch eher der kreative Macher. Aber die Herrenrunde war dennoch recht lustig und von mir angetan. Bei der Verabschiedung saß dann die zweite Bewerberin schon im Wartezimmer. Wie ich aus Insiderkreisen wusste, meine einzige verbliebene Konkurrentin. Und wenn sie die 3-Tage-Regenwetter-Fresse, die sie zog als ich ihr freundlich zunickte, nicht abgelegt hatte, war das ein eher unentspanntes Nachfolgegespräch für die Herren... Heute morgen nun wurde ich durch einen Anruf geweckt und man lud mich zum "Reinschnuppern" ein. "Für 2, 3 Tage oder vielleicht eine Woche" heißt in so einem Fall natürlich "Für eine Woche", das war mir klar. Also werde ich am Montag mal schauen was mich so erwartet. Da der Kollege nach der Woche in Urlaub geht, ist aber auch klar, dass Miss Regenwetter wohl vorerst keine Einladung bekommen hat. STRIKE!

Vom Pokeranbieter riefen mich gestern wie verabredet zwei Herren aus UK an, für ein telefonisches Bewerbungsgespräch. Nun ist mein Englisch vermutlich überdurchschnittlich gut, aber wenn ich mich daran erinnerte wie ich gestammelt habe, als ich im Praxissemester das erste mal einen Engländer am Apparat hatte, ging mit der Arsch ganz schön auf Grundeis. Glücklicherweise ging das dann trotzdem recht schnell recht flüssig über die Zunge. Die Übertragungsqualität der Telefonleitung war hingegen unterdurchschnittlich, und dass die beiden am Lautsprecher saßen und das Telefon auf dem Klo oder im Treppenhaus zu stehen schien machte die Sache nicht leichter zu verstehen. Überraschenderweise Natürlich konnte ich auch in diesem Gespräch fachlich voll überzeugen und die Herren von mir begeistern. Als sie mich nach einer "strong copy" fragten, da Übersetzungen und Newsletter zu meinem Bereich gehören würden, erwähnte ich, dass ich unter Anderem auch ein Blog schreibe. "OH! Well why didn't you put this in your CV?!" :-) und ich erklärte, dass das nichts sei, was man in Deutschland üblicherweise in einen Lebenslauf schreiben würde. Jedenfalls...werde ich wohl Heute oder Montag eine eMail mit einigen Texten zum Probeübersetzen und -schreiben erhalten, und wenn das extern von einem Übersetzer geprüft und für gut befunden wurde, würden sie mich in den nächsten zwei Wochen gerne nach England einladen. Sehr geil.

Der Radiosender läuft aktuell noch ohne Rückmeldung. Ich erwähne die Bewerbung aber schonmal in weiser Vorraussicht, weil ich meine Unterlagen für absolut stellenprofiltechnisch treffend und zudem phantastisch hochwertig befunden habe, ein kleines Kunstwerk für sich. Ich wäre irritiert, wenn ich dort nicht mindestens zum Gespräch eingeladen werden würde. Selbst meine ausgedruckten gescannten Zeugnisse sind qualitativ so gut, dass ich aufpassen muss, sie zukünftig nicht mit den Originalen zu verwechseln.

[bewerberDC II]
[bewerberDC III]

[assessment's creed]

Mittwoch, 17. Februar 2010

"...möchten wir Sie am $DATUM von 14 bis 18 Uhr zu einem Assessment-Center in unserem Haus einladen. Bitte bereiten sie eine dreiminütige Präsentation vor, um ihr Profil zu vertiefen." Produktmanager in der Spielebranche, noch dazu bei einem großen Publisher, mein Traumjob (btw war es nicht Ubisoft, falls das jemand aufgrund des Titels vermutet!). Etwas Branchenerfahrung hatte ich durch mein Praxissemester ja gesammelt. Die Freude war tagelang entsprechend groß, dann kamen die Zweifel. Was ziehe ich an, wie soll ich die für die Präsentation vorgegebenen Punkte in drei Minuten unterbringen und mit wem konkurriere ich eigentlich?

Nach mehreren Ratschlägen entschied ich mich klamottentechnisch für eine dunkle Bluejeans, ein weißes Hemd und ein schwarzes Sakko. Nur eine Stufe über dem meiner Erfahrung nach branchentypischen Stil. Um einerseits zu zeigen, dass man durchaus dazu passt, andererseits aber den Anlass zu schätzen weiß. Die Präsentation habe ich von ursprünglich knapp 10 Minuten auf Best-Case-Szenario 3:30min gebracht, good 'nuff. Was sich sonst noch mit mir auf dem Bewerbermarkt tummeln wird, konnte ich absolut nicht einschätzen. Werden vier andere da sein, oder zehn? 25-jährige Studentenfrischlinge oder 35-jährige Brancheninsider? Stille Mauerblümchen oder selbstprofilierende Alpha-Tierchen?

20 Minuten vor 14 Uhr war ich da, und es saßen schon 6 Leute im Vorzimmer. Nungut, "die Letzten werden die Ersten sein", dachte ich grummelnd. Kurz nach mir kamen dann aber zwei weitere, fünf Minuten später nochmal drei Bewerber. Wow. Wir wurden ins Besprechungszimmer geführt und auf dem Weg kamen nochmal zwei dazu. Es waren also zu meinem Entsetzen Erstaunen am Ende insgesamt 14 Bewerber. Der zweite Schock: "Bitte halten Sie Ihre Präsentation auf Englisch", und ich wusste: good bye, best-case...

Ich saß relativ am Ende der Runde und konnte mir zumindest noch einige Formulierungen zurechtlegen, während ich mehr oder weniger überrascht von den anderen Bewerbern war. Doppeldiplome, Fraunhofer-Projektleiter, jahrelange Branchenerfahrung und Muttersprachenqualität einerseits, Studiumsfrischlinge, Bankkaufleute und Sachbearbeiterinnen andererseits. Und es wurde schnell deutlich, ich war Mittelmaß. Alter, Branchenerfahrung, Englisch, Selbstpräsentationsfähigkeit, egal. Mit dem Kopf einer der Beobachterinnern gedacht (2 Personalerinnen, 2 senior managerinnen, 2 junior managerinnen), gab es keinen Grund, sich am Ende des AC überhaupt noch an mich zu erinnern. Eine eher ungewöhnliche Situation, ich begann mich unwohl zu fühlen. Aber ich konnte zumindest etwas von den meiner Meinung nach "schlechteren" Bewerbern lernen...

Wenn du drei Minuten Redezeit hast um dich vorzustellen, verschwende nicht zwei dafür um fragwürdig zu begründen warum du 8 Jahre lang studiert hast. Wenn du ein Studium abgebrochen hast, begründe es nicht hauptsächlich mit einem Mangel an Selbstdisziplin. Wenn du gebeten wirst englisch zu reden, sag nicht "Es tut mir Leid, ich würde es trotzdem gerne einfach auf deutsch halten" und beginne deinen Vortrag noch bevor die Personalerinnen erschreckt aufgeschaut haben, geschweige denn dir eine Antwort geben können. Klatsche nicht nach jedem holprig aufgezählten Punkt begeistert in die Hände. Seriously, you can't make that shit up...

Die Postkorbübung lief meinem Gefühl nach überraschend gut, ich hatte aber auch den Eindruck, dass es nicht all zu viel falsch zu machen gab und die Zeit war zudem großügig bemessen. Die anschließende Gruppendiskussion war für mich persönlich ein Desaster, weil sie darauf hinauslief, dass sich die beiden lautesten und erfahrensten Mitbewerber eine Zweierdiskussion lieferten, während ich und die 11 anderen hin und wieder einen Stichwortsatz ergänzten. Diesem Schaulaufen der Eitelkeiten räumte man geschlagene 45 Minuten ein und es endete damit, dass die beiden Großkotze noch jeweils 4mal versuchten das letzte Wort zu haben um letztendlich als der ultimative Kompromissfinder aus der Diskussion hervorzugehen. Ich bitte hierbei zu beachten, dass ich nicht neidisch war, sondern ehrlich angewidert.

Es folgte eine 45minütige schriftliche Aufgabensammlung mit "Vollende die Zahlenreihe"- und "Vervollständige das Wort". Besonders beachtenswert fand ich die lausige Qualität der Kopien, die mich an den Kopierer aus der Grundschule erinnerten. Die Aufgaben waren mit Schreibschrift überschrieben. Entweder stammten die Kopiervorlagen original aus den 80er Jahren oder...nein, es kann keine andere plausible Erklärung geben. Ich frage mich darüber hinaus, welche Aussage solche erlernbaren Tests für die Eignung eines Kandidaten haben. "Wow, Peter Müller hat exzellent abgeschnitten. Entweder er ist ein Genie oder er hat ein Buch über Assessment-Center gelesen". Nunja, aber was weiß ich schon.

Das abschließende Gespräch dauerte bei allen Kandidaten zwischen 3 und 5 Minuten. "Wie hat es Ihnen gefallen, wen würden sie an unserer Stelle einstellen, was spielen sie denn so für Spiele, haben sie noch irgendwelche Fragen?" Zu den Antworten jeweils ein kurzes freundliches Nicken, kaum Nachfragen, kein Gespräch. Eher ungeeignet um sich zumindest halbwegs ein Kandidatenbild zu erstellen. Wie irgendwie auch der ganze Tag.

Letztendlich sehe ich mich nicht völlig chancenlos, da ich mich durchaus nach wie vor als optimaler Kandidat für das Stellenprofil sehe. Mit breit gefächerten Erfahrungen in gerade noch der richtigen Tiefe und guten social skills, im Prinzip der absolut perfekte Kompromiss des vorhandenen Kandidatenpools. Aber ich weiß nichtmal, ob sich irgendjemand auch nur meinen Namen gemerkt hat...

[winDC!]

Mittwoch, 13. Januar 2010

Ein Päckchen? Für mich? Ich hab doch nix bestellt. Hab ich schlaftrunken auf irgendwas bei eBay geboten - eigentlich auch nicht. Ich kenne auch keine J. aus München. Wtf?!
Abgenommen hab ichs dem Boten aber trotzdem mal. Eine Paketbombe erwartete ich schließlich ebenfalls nicht und er hat sich außerdem auch wirklich nett dafür entschuldigt, mich frühmorgens um 11 rausgeklingelt zu haben...

Tjaaaaa, und beim öffnen war ich dann plötzlich ganz schnell wach:


7 DVDs, Mikrowellenpopcorn und ein Flaschenöffner mit Schlüsselband

Die Lösung? krustyDC hat bei Chiefjudy's Weihnachtsgewinnspiel mitgemacht, ein Photo von sich beim Weihnachtsshopping eingeschickt und den zweiten Platz verliehen bekommen :-) Damit hat sich der Bestand meiner DVD-Sammlung auf einen Schlag mehr als verdoppelt!

An dieser Stelle also nochmal ein herzliches Dankeschön an Jury und Judy in Personalunion für die geilen Geschenke und die gelungene Aktion. Mein perfider Plan an Judys Privatadresse zu kommen ist endlich doch noch aufgegangen...

[to arrr or not to arrr]

Montag, 28. Dezember 2009

Wer mich kennt weiß, dass ich hin und wieder gerne unpopuläre Meinungen mit wakeliger Kenntnis der Fakten aber um so größerer Hingabe vertrete. Ich riskiere das mal wieder und freue mich auf eine ausufernde Kommentardiskussion...

Die Musikindustrie ist böse, denn sie möchte Geld verdienen mit einem beliebig vorhandenen Gut, nämlich Musikdateien. Piraten und P2P-Nutzer sind gut, denn sie vertreten die Meinung, dass nur Geld verdienen darf, wer auch tatsächlich etwas herstellt was man anfassen kann und Musik sowieso allen gehört, genau wie Luft und Wasser. Das ist abgefuckter Blödsinn. Musik ist ein Produkt. Dahinter stehen Kosten für Instrumente, Studios, Produzenten und böse Leute in Plattenfirmen, die auch noch was verdienen wollen. Nicht zu vergessen, die eigene Lebenszeit, die alle Beteiligten dabei investieren. Der bauernschlaue Konsument sagt nun "Ich mag euer Produkt, aber ich mag nicht wie ihr es vertreibt. Solange ihr keinen Vertriebsweg gefunden habt, der mir gefällt, benutze ich euer Produkt unentgeltlich und steigere mich solange in eine bescheuerte Das-ist-kein-Diebstahl-weil-ich-es-nicht-anfassen-kann-Grundsatzdiskussion hinein bis ihr aufgebt."
Das ist Erpressung. Und nur weil es viele machen und niemand so richtig juristisch durchblickt macht es das moralisch nicht vertretbar. Der einzige, der darüber zu entscheiden hat, wann, wo und wieviel er für sein Produkt verlangen will, beziehungsweise muss, ist der Musiker selbst. Und auch wenn viele "verhinderte Konsumenten" das nicht einsehen wollen: Der Musiker will Geld mit seiner Musik verdienen. Er ist nicht gezwungen zu einer Plattenfirma zu gehen, die neben seiner Vermarktung auch seine Rechtevertretung übernimmt. Er wählt diesen Weg freiwillig, weil er sich dafür entschieden hat, dass seine Fans diesen Preis für seine Musik bezahlen sollen.



"Aber es gibt Musiker wie Ey Lou Flynn, die stellen ihre Musik kostenlos zu Verfügung, und nur wer möchte, bezahlt auch was dafür. Das ist fair und viel toller als das was die böse Musikindustrie macht!!" retourniert die Weichbrot-statt-Hirn-Fraktion. Natürlich gibt es Musiker, die sich für diesen Weg entschieden haben. Weil sie keinen Plattenvertrag bekommen, nicht massenmarkttauglich sind, aus reinem Idealismus oder wie im genannten Beispiel als Mund-zu-Mund-Experiment. Dann hört aber doch bitte auch einfach nur deren Musik. Nur weil ihr in der Kneipe kostenlose Postkarten mitnehmt klaut ihr doch auch keine beim Schreibwarenhändler. Unterschiedliche Produkte, unterschiedliche Vertriebswege, jeder Konsument darf für sich entscheiden ob er den verlangten Mehrwert akzeptiert oder eben nicht. Würde man dieses Modell auf den Massenmarkt übertragen ginge es den Großen sicherlich immer noch einigermaßen gut, den Kleineren allerdings ziemlich bescheiden. Musiker allgemein würden dann auch nicht mehr von Einkommen leben, sondern von Spenden. Manche besser, manche schlechter. Aber sie wären keine Produzenten mehr, die einen Beitrag leisten, sondern schlicht und ergreifend Bettler.

"Auf meinen iPod passen 1,7 miliarden Songs, die kann ich doch auf gar keinen Fall alle kaufen. Ich muss sie ja klauen." Das ist mit das waghalsigste Argument, das ich jemals in derlei Diskussionen gehört habe. Ich verweise bei meinem nächsten Bankbesuch mit aufgezogener Sturmhaube und Waffe in der Hand auch einfach auf meine riesige Geldbörse. Oder aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, nur weil der Konsument ein Produkt als entwertet betrachtet, macht es das noch lange nicht wertlos.



Im Grunde genommen sollte jedem von uns klar sein, dass eine Privatkopie hier und da eigentlich niemandem weh tut. Aber nur weil von Industrieseite panisch eine Null-Toleranz Grenze gefordert wird, eine Diskussion loszutreten in der einige Konsumenten mit unsäglicher Arroganz gegenüber Musikern und Produzenten auftreten, finde ich äußerst zweispältig.

Diese Diskussion ist zudem natürlich prinzipiell auf sämtliche digitalisierten Inhalte anwendbar.

[manchmal kommt alles zusammen]

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Scheiße geträumt, mit Kopf- und Halsweh aufgewacht, und dann stellt man fest, dass der Server auf dem das Blog liegt über Nacht gehacked und gelöscht wurde...Diverse Blogs und Privatseiten von Freunden und Bekannten, komplett weggeputzt.

Nach einigen Stunden Unklarheit, ob es ein Backup gibt und ob es denn funktioniert hatte Kumpel Cosmotic den Tag gerettet. Alle Systeme oben und stabil, stand 30.11.09. Mich hat es nur einen Eintrag gekostet, ich glaube die anderen sind ebenfalls mit dem Schrecken davongekommen. Ich hätte wirklich geheult, glaube ich...

Hacker: 0, Cosmotic: 1

All hail Cosmotic!

[Amerika in kleinen Stücken #4]

Dienstag, 1. Dezember 2009

(Dank HodRuZens Feedreader war auch der verlorene Eintrag wiederherzustellen. All hail Cosmotic! All hail HodRuZ!)

*Und?...UND?!...GING WAS?!?*


*seufz*...I'm getting there, relax :-)

Die Niagara-Fälle kannte ich ja schon von 2003. Gut, dieses mal haben wir uns auch die USA-Seite angeschaut, aber die ist wirklich so schwach wie ich sie mir seit sechs Jahren vorgestellt habe. Im Zweifelsfall ist die Kanada-Seite immer vorzuziehen.


Oh wie schön wär Pana...Kanada

Wir fuhren dann in der Dämmerung über den Fluss und wurden von einem freundlichen Zöllner begrüßt. Und er fragte das selbe wie alle anderen Beamten, Hotelmitarbeiter, Kellner oder Passanten, denen wir in der Woche noch begegnen sollten: "Ein Deutscher, zwei junge Schweizerinnen...wie kommts?!" Und die Mädels waren natürlich auch immer am kichern, was es in solchen Situationen nicht gerade leichter machte einen unverfänglichen Eindruck zu vermitteln. Dem kanadischen Grenzer erzählte ich jedenfalls, wir würden uns schon länger kennen und öfters zusammen verreisen. "We're friends" - "Yeah...right, friends *zwinker*" - "just friends!" - beidseitiges Lachen. Sehr humorvolles Volk an sich :-)


Naja, trotzdem auch schön irgendwie

Auf der kanadischen Seite suchten wir dann eine Unterkunft. Es war schon wieder spätabends und wir hatten das Im-Voraus-planen noch lange nicht erfunden...Also fuhren wir das erste Hotel an, das wir sahen: Great Wolf Lodge. So $120 hätten wir ja für ein Zimmer bezahlt. Die wollten allerdings $299... Aber Kevin an der Rezeption war genau der richtige Mann: Jung, übergewichtig, vollkommen übermotiviert und beeindruckt, dass ich mit zwei jungen Schweizerinnen reise und nach nur einem Zimmer gefragt habe...

"Let's see what I can find for you...How about this, this or this...I would recommend...Do you need directions...I'll check the websites for vacancies...Do you want me to call them for you?" Innerhalb von 3 Minuten hat uns der Kerl ein 3-Bett-Zimmer in einem Hostel downtown klar gemacht. Sicherlich nicht ganz so hübsch wie sein Hotel, ohne Wasserpark und dafür mit dem obligatorischen Schimmel in der Klimaanlage, aber für $60 die Nacht wollten wir uns mal nicht beschweren...

Am nächsten Tag gönnten wir uns noch die Maid of the Mist Tour und
ließen uns mitten ins Getose schippern, semi-beeindruckend. Danach machten wir uns auf die Weiterfahrt nach Toronto.


Hat einige Tage gedauert, bis ich eingesehen habe, dass ich den blauen Sack
wirklich nie mehr brauchen werde...

[Amerika in kleinen Stücken #3]

Montag, 16. November 2009

How many roads must a man drive down?

Der Mietwagen war ein goldiger schwarzer Honda Civic. Aber man hat seine Ansprüche bei einbrechender Dämmerung und ohne Alternativplan irgendwann dann auch völlig über Bord geworfen. Beim Checkout wollte man uns einfach problemlos rauswinken. Erst als ich ausgestiegen bin und den Wagen rundrum fotografiert habe, begann der alte Mann zähneknirschend ebenfalls seinen Job ordentlich zu machen und die Kratzer zu dokumentieren. Hach, es ist toll, deutscher zu sein ;-)
Selbstverständlich habe ich es mir auch nicht nehmen lassen, ein extra noch daheim gekauftes Deutschland-Fähnchen ans Auto zu klemmen. Überraschenderweise gab es darauf in der ganzen Zeit keine sichtbaren negativen Reaktionen. Auf den Rastplätzen wurde man immer angelächelt, oft wurde man gefragt wo man genau herkomme und viele erzählten dann auch wo sie stationiert waren bisher.



In 5 Tagen habe ich knappe 2000km Straße abgespult, alleine, die Mädels hatte ich auf die billigen Sitze verbannt. Dabei war ein 800km Trip von Toronto Canada bis runter nach Philadelphia der anstrengendste Teil, bei einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von üblicherweise rund 120Km/h (oder WENIGER) wohlgemerkt. Liebe Grünen, denkt nicht mal dran, fickt euch!





Üblicherweise habe ich mich auch an alle Verkehrsregeln gehalten. In den seltenen Ausnahmen (3 Fahrspuren kreuzen weil man die Ausfahrt noch kriegen will, anhalten auf der Straße weil das Navi noch überlegt,...) hatte ich wohl Glück. Kein einziger Kontakt mit den Cops, das schaffe ich ja nichtmal in Deutschland ;-)



Nur in Toronto waren die Autofahrer wirklich unerträglich. Schlimmer als Ludwigsburg und Bonn zusammen. Zustätzlich ging mir das Geseier der Mädels mal so auf den Sack, dass ich sie rausgelassen habe um per Fuß die Hotels abzuklappern.
Kippe an, Fenster runter, die Ärzte aufgedreht und pedal to the metal. Einfach mal ne halbe Stunde vollgas durch die Stadt, vertreibt Kummer und Sorgen. Kumpel Christian beschrieb dies später mit "Do as the locals do" und das sollte mir noch einige male hilfreich sein.

[leserbriefDC vs. Spieleverleumdung]

Montag, 16. November 2009

Der unter Spielern einerseits und Volksverhetzern andererseits bekannte "Kriminologe" Christian Pfeiffer hielt einen Vortrag in Heilbronn und wurde darin nicht müde zu betonen, wie schädlich Computer- und Videospiele für das Gemeinwohl der gesamten Menschheit seien. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse bewiesen dies nun endgültig. Die Heilbronner Stimme als unparteiische und dem journalistischen Auftrag verpflichtete Tageszeitung ließ sich die Gelegenheit natürlich nicht entgehen diesen dramatischen Erkenntnissen eine halbe Seite zu widmen.

Hier nun auf vielfachen Wunsch (das wollte ich schon immer mal schreiben können) mein einige Tage später ebenfalls in der Heilbronner Stimme veröffentlichter Leserbrief:

Eine Veröffentlichung Christian Pfeiffers sorgt in Fachkreisen immer wieder für große Freude. Denn auf jede Studie Pfeiffers kommen meist drei seriöse Studien, die seine "wissenschaftlichen Tatsachen" nicht bestätigen können, beziehungsweise widerlegen.
Pfeiffer stellt aktuell fest, dass die Leistungen von computerspielenden Kindern schlechter seien als die von nichtspielenden Kindern. Gleichzeitig sagt er, dass die Eltern der spielenden Kinder mit schlechteren Leistungen zufälligerweise auch viermal häufiger lediglich einen Hauptschulabschluss besitzen. Und Herr Pfeiffer will hier allein die Spiele als Schuldige ausmachen? [Lügen mit Statistiken, 1. Semester: ein Paradebeispiel.[Von der HSt gekürzter Satz, ich habe keine Ahnung warum]]
Ich halte es für überaus unwahrscheinlich, dass ich mit abgeschlossenem Abitur, Ausbildung und Studium und einem seit über 10 Jahren konstant hohen Spielekonsum eine Ausnahme wäre. Im Gegenteil sind viele meiner Online-Mitspieler überdurchschnittlich hoch ausgebildete Fach- und Führungskräfte. Jede seriöse Studie der letzten Zeit zeigt darüber hinaus, dass kein Zusammenhang zwischen schulischer Ausbildung und täglicher Spieldauer zu belegen ist.
Erst wenn die letzte LAN-Party geschlossen, das letzte Spiel verboten und das Internet zensiert ist, werden wir feststellen, dass wir unsere Kinder immer noch erziehen müssen. [Ja dieser Spruch ist nicht von mir und auch nicht neu]

Einen Tag darauf hatte tatsächlich ein älterer Herr meine Telefonnummer ausfindig gemacht und mich angerufen! Er wolle doch nochmal persönlich mit mir reden und versuchen mir zu erklären wie und warum Spiele für uns alle so schädlich seien und wie menschenverachtend das doch alles ist. Wir einigten uns letzendlich darauf, dass unsere Ansichten da wohl doch zu unterschiedlich für einen möglichen Konsens seien. Ich hatte Spaß.